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Antike Prächtige Louis-Pendule mit Konsole
Signiertes Werk: Charles Voisin, Paris
Erstes viertel des 18. Jahrhunderts – Boulle-Gehäuse


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Uhren Spezifikationen

Art der Uhr
Französische Pariser Pendüle mit Konsole, Konsoluhr, Wanduhr
Alter und Herkunft
Alter ist um 1720 und die Herkunft ist Frankreich Paris
Signatur
Uhrwerk: Charles Voisin, Paris (ca. 1685–1760/61)
Ziffernblatt: Goupilliers à Mantes
Der Uhrmacher Charles Voisin (geb. um 1685, gest. 1761) aus Paris war ein hoch angesehener und wohlhabender Meister,
der mit der Familie 
Goupillières à Mantes durch direkte 
familiäre Beziehungen verbunden war.
Gehäuse Material
Bronze vergoldet, Schildpatt Boulle Technik
Masse Uhr
  Höhe ca. 79  cm, Breite ca. 33  cm, Tiefe ca. 15  cm 
Masse Konsole
  Höhe ca. 29  cm, Breite ca. 40  cm, Tiefe ca.20   cm 
Masse Gesamthöhe
  Höhe ca. 107  cm
Material Uhrwerk
Messing Eisen Silber Holz
Pendel- Aufhängung
Fadenaufhängung 
Hemmung
Spindelhemmung 
Gangdauer
´7-8 Tage Werk
Schlagwerk
1/1 1/2  Schlag auf Glocke
Zertifikate Dokumente
Rechnung Überholung von 1855 und 1987
Zustand Gehäuse
Guter Zustand mit Gebrauchsspuren, Vergoldung teilweise berieben und fleckig,
 mit Fehlstellen, Schwundrissen, alt restauriert siehe Bilder. Bilder sind Bestandteil der Auktion.
Zustand Uhrwerk
Guter Zustand mit Gebrauchsspuren.
Uhrwerk läuft, auf Grund des Alters keine Garantie, Pendel ergänzt.
 Bilder sind Bestandteil der Auktion.

Beschreibung/description:

Prächtige Regence - Louis-XV-Rokoko-Stil-Pendule mit Konsole
Signiertes Werk: Charles Voisin, Paris

Signiertes Ziffenblatt: Goupilliers à Mantes
Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts – Boulle-Gehäuse

In welchen bezug steht Goupillières à Mantes zu Charles Voisin, Paris. Der Uhrmacher Charles Voisin (geb. um 1685, gest. 1761) aus Paris war ein hoch angesehener und wohlhabender Meister, der mit der Familie Goupillières à Mantes durch direkte familiäre Beziehungen verbunden war. Die Verbindung und die genaue Art der Verwandtschaft (ob über Heirat einer Cousine oder Tante) ist nicht öffentlich dokumentiert, aber historische Aufzeichnungen weisen darauf hin, dass es eine Verbindung gab, die über rein geschäftliche Kontakte hinausging.

Zusammenarbeit der Uhrmacher im 18 Jh. am Ende der Artikelbeschreibung

Diese außergewöhnliche Pendule mit passender Konsole stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und repräsentiert eindrucksvoll die hohe Kunst französischer Uhrmacherei und Möbelkunst der Regence - Louis-XV-Rokoko-Stil Epoche. Das Gehäuse ist in aufwendiger Boulle-Technik gefertigt – einer luxuriösen Kombination aus Schildpatt und fein eingelegtem Messing –, die in dieser Zeit nur von den besten Werkstätten beherrscht wurde.

Besonderheiten

  • Uhrmacher: Charles Voisin, Paris (ca. 1685–1760/61)
    Das Uhrwerk ist deutlich signiert und bestätigt die Herkunft aus einer der bedeutendsten Pariser Uhrmacherfamilien.
  • Meisterprüfung: 1710 in Paris
  • Werkstätten: Rue Dauphine und Rue Saint-André-des-Arts
  • Stil: Feinster Regence - Louis-XV-Rokoko-Stil, reich verziert mit vergoldeten Applikationen und einer klassizistischen Figurenbekrönung.
  • Technik: Originales Uhrwerk mit Signatur „Charles Voisin Paris“ auf der Platine, wie auf dem Innenfoto ersichtlich.
  • Material: Boulle-Gehäuse (Schildpatt/Messing), feuervergoldete Bronze (Ormolu), Glasverglasung.
  • Zifferblatt: Emailplaketten mit römischen Stunden und arabischen Minuten.
  • Konsole: Passend gestaltet und ebenfalls in Boulle-Technik ausgeführt.
  • Museum: Uhrwerke von Voison und Gehäuse von Boulle befinden sich in den Sammlungen einiger der renommiertesten Institutionen, darunter das J. Paul Getty Museum und das Metropolitan Museum of Art.

Historische Einordnung

Charles Voisin war einer der renommiertesten Pariser Uhrmacher der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Seine Werke sind in Museen und bedeutenden Sammlungen vertreten.  Später übergab er seine Werkstatt an seinen Sohn Antoine-Henry Voisin.

Fazit

Eine hochqualitative, dekorative und sammelwürdige französische Pendule mit Historie aus der Frühzeit des Louis-XIV- XV Stils – ein beeindruckendes Kunst- und Zeitgeschichtsobjekt, das die Eleganz und das kunsthandwerkliche Können des 18. Jahrhunderts eindrucksvoll zeigt.

Literatur Nachweis:

Literatur Nachweis:

Buch: Watchmakers and Clockmakers of the Word
Seite: 800
Eintrag: Voisin Charles Paris late 17c .-e arly 18c

Dictionnaire des Horlogers Francais

Auf der Seite 647 mit folgendem Text gelistet:

  • Voisin Charles. Paris. Rue de Sèvres, 1708.
  • Voisin Charles. Paris. M. 1710. Garde 1726. Rue Dauphine, 1726. † à 74 ans en 1760. Sur des montres : Voisin à Paris. Charles Voisin à Paris.

Übersetzung Deutsch:

• Charles Voisin. Paris. Rue de Sèvres, 1708.

• Charles Voisin. Paris. M. 1710. Garde 1726. Rue Dauphine, 1726. † im Alter von 74 Jahren 1760. Auf Uhren:  Voisin in Paris. Charles Voisin in Paris.

English translation:

• Charles Voisin. Paris. Rue de Sèvres, 1708.

• Charles Voisin. Paris. M. 1710. Garde 1726. Rue Dauphine, 1726. † at age 74 in 1760. On watches: Voisin in Paris. Charles Voisin in Paris.

 

Zusammenfassung Daten und Orte

  • Geboren: 1685 (oder 1686)
  • Gestorben: 1761 (andere Quellen nennen 1760)
  • Meister (M.): 1710
  • Tätig in: Rue de Sèvres (1708) und Rue Dauphine (1726) 

Uhrentypen und Stil

  • Stil: Die Uhren sind typischerweise im opulenten Stil von Regence - Louis-XV-Rokoko-Stil gehalten, oft mit aufwendigen Boulle-Techniken (Schildpatt- und Messingeinlagen) verziert.
  • Typen: Zu den Werken gehören große Konsolenuhren (Cartel-Uhren), Wandkonsolen und sogenannte Montres Oignon (Einzeiger-Spindeltaschenuhren).
  • Qualität: Voisin wurde von einer elitären Kundschaft, einschließlich der königlichen Familie und der französischen Aristokratie, geschätzt. Seine Werke sind heute in renommierten Museen wie dem J. Paul Getty Museum und dem Metropolitan Museum of Art vertreten. 

Auktionsergebnisse und Preise

Die Preise variieren stark je nach Zustand, Art der Uhr, Komplexität des Gehäuses (z. B. Boulle-Arbeit) und Auktionshaus.

  • Große Boulle-Uhren: Auktionsergebnisse für außergewöhnliche Stücke liegen im sechsstelligen Bereich. Ein Spitzenlos erzielte beispielsweise 660.000 € (ca. 969.120 US-Dollar).
  • Geringer bewertete Lose: Einfachere Stücke oder solche mit signifikanten Schäden und fehlenden Teilen können Schätzpreise von wenigen Hundert Euro haben, erzielen aber oft dennoch mehrere Hundert bis Tausende Euro, wenn sie restauriert sind oder im guten Zustand sind.

ArtikelNummer /number: uhr121     

Preis/price:  9500.-€

Lieferung und Transportkosten bitte anfragen. Lieferkosten sind abhängig von der Verpackung, Spedition und der Entfernung. Wenn Lieferkosten angegeben werden, sind das geschätzte Kosten, die nach oben und nach unten variieren können. Es werden nur die wirklich anfallenden Transportkosten berechnet.

Für den Export in ein dritt Landdieses Objekts ist eine CITES-Bescheinigung notwendig. Bitte informieren Sie sich vor der Auktion über die Importbestimmungen des Ziellandes.

A CITES certificate is required for exporting this item to a third country. Please inform yourself about the import regulations of the destination country before the auction.


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Prächtige Louis-XIV / XV-Pendule mit Konsole
Signiertes Werk: Charles Voisin, Paris
Erste Hälfte des 18. Jahrhunderts – Boulle-Gehäuse

Diese außergewöhnliche Pendule mit passender Konsole stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und repräsentiert eindrucksvoll die hohe Kunst französischer Uhrmacherei und Möbelkunst der Louis-XV-Epoche. Das Gehäuse ist in aufwendiger Boulle-Technik gefertigt – einer luxuriösen Kombination aus Schildpatt und fein eingelegtem Messing –, die in dieser Zeit nur von den besten Werkstätten beherrscht wurde.

Zusammenarbeit der Uhrmacher im 18 Jh.

  • Zusammenarbeit war üblich: Es war im 18. Jahrhundert durchaus üblich, dass provinziellen Uhrmacher, die gute Gehäuse benötigten oder einen Marktzugang suchten, Werke von Pariser Meistern bezogen oder umgekehrt.
  • Qualitätssicherung durch Voisin-Werke: Die Verwendung von Uhrwerken eines renommierten Pariser Meisters wie Charles Voisin, der bereits einen exzellenten Ruf genoss, hätte der Werkstatt in Mantes tatsächlich geholfen, schnell als Hersteller von Spitzenqualität wahrgenommen zu werden.
  • Datierung um 1720: Die Datierung der fraglichen Uhr in die Zeit um 1720 ist konsistent mit der ersten Erwähnung der Goupillières-Dynastie und der Blütezeit von Charles Voisin in Paris.

Historische Fakten und Nuancen

  • Signaturpraxis: Es ist nicht ungewöhnlich,
  • dass das Zifferblatt eine andere Signatur trägt als das Werk. Das Zifferblatt trug oft die Signatur des Verkäufers oder des Auftraggebers (hier: Goupillières à Mantes), während das Werk gelegentlich die Signatur des tatsächlichen Herstellers (hier: Charles Voisin) tragen konnte, besonders wenn es zugekauft wurde. Die Signatur auf dem Zifferblatt galt als die primäre.
  • Gegenseitiges Vertrauen: Die familiäre Beziehung war das Schmiermittel für solch eine geschäftliche Vereinbarung, die auf Vertrauen basierte. Ohne diese Verbindung wäre es für einen Uhrmacher aus Mantes schwieriger gewesen, qualitativ hochwertige Werke aus Paris zu beziehen, ohne selbst ein Meister in Paris zu sein.

Fazit

Ihre Interpretation stellt eine logische und plausible Erklärung für das Vorhandensein von Signaturen beider Familien an ein und demselben Objekt dar. Es beschreibt, wie die familiäre Verbindung als strategischer Geschäftsvorteil genutzt wurde, um die Werkstatt in Mantes im französischen Luxusgütermarkt des frühen 18. Jahrhunderts zu etablieren.

Die Familie Goupillières war eine bedeutende Uhrmacher-Dynastie des 18. Jahrhunderts, die vor allem in Mantes (Mantes-la-Jolie) ansässig war. Ihre Werke sind heute gefragte Antiquitäten und stehen für die hohe Qualität der französischen Uhrmacherkunst außerhalb von Paris. 
Goupillières à Mantes

Geschichte und Handwerk
  • Zeitraum: Die Familie war über mehrere Generationen im 18. Jahrhundert (ca. 1720–1780) tätig.
  • Produkte: Bekannt sind sie vor allem für prunkvolle Konsoluhren, Cartel-Uhren (Wanduhren) und Boulle-Pendulen.
  • Signatur: Typische Signaturen auf dem Emaille-Zifferblatt oder dem Uhrwerk lauten:
    • Goupillières à Mantes
    • Goupilliers à Mantes (alternative Schreibweise) 
Besonderheiten der Goupillières-Uhren
  • Gehäuse: Die Uhrwerke wurden oft in Gehäuse von höchster Qualität eingebaut. Häufig findet man Boulle-Marketerien (Schildpatt mit Messingeinlagen) und reich verzierte feuervergoldete Bronzebeschläge im Regence - Louis-XV-Rokoko-Stil.
  • Technik: Ihre mechanischen Uhrwerke verfügten meist über ein Pendel mit Fadenaufhängung und ein Schlagwerk auf Glocke (Halbstunden- und Stundenschlag).
  • Marktwert: Da Mantes im 18. Jahrhundert ein wichtiges Zentrum in der Nähe von Paris war, erreichten die Uhren von Goupillières ein Niveau, das den Pariser Meisterstücken ebenbürtig war. In Auktionen erzielen gut erhaltene Stücke mit passender Konsole oft Preise im vier- bis fünfstelligen Bereich. 
Bekannte Vertreter
Obwohl oft nur der Familienname auf den Uhren erscheint, werden in Fachregistern (wie dem Dictionnaire des Horlogers Français) verschiedene Mitglieder der Familie geführt, die das Handwerk in Mantes und teilweise auch in Paris ausübten.
Heutzutage sind Uhren von Goupillières in bedeutenden Sammlungen und gelegentlich bei spezialisierten Auktionshäusern wie Sotheby's oder in französischen Regionalmuseen zu finden.

André-Charles Boulle (1642–1732)

war der bedeutendste Kunsttischler (Ébéniste) des französischen Barock und Hofkünstler von König Ludwig XIV. Er prägte den nach ihm benannten „Boulle-Stil“, der bis heute als Inbegriff luxuriöser Möbelkunst gilt. 

Leben und Privilegien

  • Königlicher Ebenist: 1672 ernannte ihn Ludwig XIV. zum königlichen Kunsttischler und Bildhauer.
  • Wohnrecht im Louvre: Als besondere Auszeichnung durfte Boulle in den Galerien des Louvre wohnen und arbeiten.
  • Zunftfreiheit: Sein königlicher Status befreite ihn von den strengen Zunftregeln. Dies erlaubte ihm, gleichzeitig als Tischler und Bronzegießer tätig zu sein, was anderen Handwerkern streng untersagt war. 

Die Boulle-Technik (Marketerie)

Boulle perfektionierte eine spezielle Einlegetechnik, bei der verschiedene Materialien zu komplexen Mustern kombiniert werden: 

  • Materialien: Er verwendete vor allem Schildpatt (vom Gehäuse der Karettschildkröte), MessingZinn und Edelhölzer wie Ebenholz.
  • Partie und Contre-Partie: Er schnitt die Muster gleichzeitig aus zwei Platten (Schildpatt und Messing). Dadurch entstanden zwei komplementäre Dekore: die „Partie“ (Messing auf Schildpatt) und die „Contre-Partie“ (Schildpatt auf Messing).
  • Feuervergoldete Bronzen: Er integrierte erstmals massiv vergoldete Bronzebeschläge direkt in das Möbeldesign, was sowohl dekorative als auch schützende Funktionen hatte. 

Werke und Erbe

  • Hauptwerke: Zu seinen bekanntesten Schöpfungen zählen Prunkschränke, Kommoden, Schreibtische und Standuhren, die unter anderem für das Schloss Versailles und den französischen Adel gefertigt wurden.
  • Einfluss: Sein Stil wurde im 18. und 19. Jahrhundert in ganz Europa kopiert. Die renommierte Pariser Kunsthochschule École Boulle ist nach ihm benannt.
  • Museen: Meisterwerke von Boulle befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen weltweit, darunter das Musée du Louvre in Paris, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles und das Metropolitan Museum of Art in New York.

 

Laut den Kuratoren des J. Paul Getty Museums ist der Name André-Charles Boulle zum Synonym für die Furnierkunst mit Intarsien aus Schildpatt, Zinn und Messing geworden. Obwohl er diese Technik nicht selbst erfand, erhob er sie als ihr bedeutendster Meister zur Perfektion, weshalb sie heute unter dem Begriff „Boulle-Arbeit“ weltbekannt ist. Neben diesen Arbeiten spezialisierte sich Boulle auf florale Intarsien aus naturbelassenen und gebeizten Hölzern, deren Entwürfe in einem Kupferstichbuch um 1720 dokumentiert wurden. Bereits vor 1666 zum Meistertischler ernannt, erhielt er 1672 das königliche Privileg, im Louvre zu residieren. Im selben Jahr verlieh ihm Ludwig XIV. den Titel des königlichen Tischlers und Bildhauers. Diese privilegierte Stellung befreite ihn von den strengen Zunftregeln, die Handwerkern die gleichzeitige Ausübung zweier Berufe untersagten, und erlaubte ihm die eigenständige Fertigung von Möbeln sowie vergoldeten Bronzearbeiten.

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